Die Kalkschulter – Symptome, Ursachen und Behandlung

Eine Kalkschulter kann schwere Schulterschmerzen verursachen. Sie tritt am häufigsten im Alter zwischen 30 und 50 Jahren auf. Frauen leiden häufiger an einer Kalkschulter als Männer. Nicht selten tritt diese Erkrankung auch in beiden Schultern auf. Der medizinische Fachbegriff lautet Tendinosis calcarea. Bei der Kalkschulter finden sich Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette. Vorwiegend in der Supraspinatussehne. Die Rotatorenmanmschette ist eine Sehnenkappe die den Oberarmkopf umgibt.

Wie erkenne ich eine Kalkschulter?

Zu Beginn kann es sein, dass Sie nur wenig bis gar keine Schmerzen empfinden. In einer weiteren Phase kann es passieren, dass Sie beim Anheben des Arms eine Einengung und Schmerzen verspüren. Hier lagert sich bereits Kalk in den Sehnen ein. Ab dieser Phase ist die Kalkschulter meist mittels Ultraschall erkennbar. Sie sehen also, oftmals verläuft die Schultererkrankung in Schüben und kann nicht sofort erkannt werden. Eine Kalkschulter tritt oft in Verbindung mit einer Schleimbeutelentzündung auf. Dies geschieht, wenn sich einzelne Kalkdepots in den Schleimbeutel ausdehnen bzw. diesen reizen. Akute Phasen der Erkrankung gehen oft mit plötzlich einsetzenden starken Schmerzen in der Schulter einher. Häufig klagen die Patienten über Nachtschmerz und die Beweglichkeit der Schulter ist schmerzbedingt stark eingeschränkt. Die akute Phase dauert in etwa 2-3 Wochen und ist meist Zeichen der Auflösung eines Kalkdepots.

Genaue Ursachen noch ungeklärt

Die Ursache für eine Kalkschulter ist noch nicht sicher geklärt. Es werden jedoch mechanische, vaskuläre (durchblutungsbedingte) und biochemische Faktoren diskutiert. Das heißt, es hängt mit einer verminderten Durchblutung der Rotatorenmanschette zusammen. Dadurch vermindert sich auch die Sauerstoffzufuhr in den Sehnen.

Behandlung der Kalkschulter

Bei akuten Schmerzen beinhaltet die Behandlung der Kalkschulter Schonung und symptomatische Schmerztherapie mit Medikamenten. In Einzelfällen kann auch eine lokale Injektion zur Schmerzlinderung nötig sein. Physiotherapie ist ein effektiver und wichtiger Teil der Behandlung. Sie hat das Ziel die Sehnen im Schultergelenk zu entlasten. Auch können die Kalkablagerungen im Rahmen einer sogenannten Stoßwellen-Therapie zu zertrümmern versucht werden. Bleibt die konservative Therapie ohne Erfolg können auch sie arthroskopisch entfernt werden. Diese minimalinvasive Operation kann stationär oder ambulant durchgeführt werden und bringt oft rasche Schmerzfreiheit.

Innerhalb kurzer Zeit nach einer operativen Behandlung der Kalkschulter stellen sich bleibende Schmerzfreiheit und auch volle Beweglichkeit wieder ein. Die Gefahr einer erneuten Erkrankung ist in der Regel relativ gering.

Nichtsdestotrotz kann es auch bei optimaler Therapie zu einem erneuten Auftreten von Kalkdepots innerhalb der Sehnen kommen.