“Labral Bridge”- Technik

Eine neue arthroskopische, anatomische und knotenlose Technik zur Stabilisierung bei Schulterluxation:

Prinzipiell wird bei einer vorderen Schulterverrenkung eine Knorpellippe am vorderen Rand der Pfanne meist verletzt und die Kapsel ausgedehnt, was dazu führt, dass die Schulter wiederholt instabil wird und erneut luxiert. Dies schädigt das Gelenk und führt langfristig zur Arthrose, daher wird die Schulter meist operativ wieder stabilisiert. Das geschieht heute meist arthroskopisch, also schlüssellochchirurgisch.

Labrum 2

Dabei wird die Kapsel gerafft und die Knorpellippe wieder mit Nahtankern an den vorderen Rand der Pfanne fixiert. Üblicherweise geschieht das mit ca. 3 Ankern an die punktuell das Gewebe fixiert wird. Zwischen den Ankern ist jedoch dann Gewebe, welches nicht direkt am Knochen fixiert ist und so natürlich potentiell schlechter dort anheilt.

Bei der von Dr. Ostermann entwickelten Labral Bridge Technik wird ein 1,5mm breites Polyethylen-Band verwendet welches zwischen den Ankern gespannt wird um das Gewebe über die gesamte Strecke am Knochen zu fixieren.

Die potentiellen Vorteile:
  • Ausgeglichene Fixierung über die gesamte Rekonstruktionsstrecke und somit möglicherweise besseren biologischen Einheilung durch den gleichmäßigen Anpressdruck entlang der gesamten Labrumrekonstruktion
  • optimierte Blutversorgung des neu kreierten Kapsellabrumwulstes
  • Fadenmaterial ist weg vom Gelenksknorpel (kann diesen somit nicht schädigen)
  • Der natürliche Saugnapfeffekt wird weniger gestört