Fußverletzungen und Fußbeschwerden

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  • Achillessehnenriss
  • Frakturen & Fehlstellungen

Verletzungen des Rück- Mittel- oder Vorfußes führen nicht selten zu Fehlstellungen oder Instabilitäten, die durch die Veränderung der spezifischen Architektur und Biomechanik anhaltende und beeinträchtigende Beschwerden auslösen können.

Die Behandlung dieser Veränderungen spielt insofern eine wichtige Rolle, da unsere Füße nicht nur teilweise ein Vielfaches unseres Körpergewichtes tragen müssen, sondern auch für den Erhalt des Gleichgewichtes (zum Beispiel beim Einbeinstand, sowie im Rahmen beruflicher und sportlicher Aktivitäten) einen wesentlichen Beitrag leisten.

Achillessehnenruptur

Achillessehnenriss

Ein Riss der Achillessehne tritt meist bei plötzlicher Beanspruchung (z.B: ein Sprint) auf, wenn die Sehne bereits degenerative Vorschäden aufweist. Die Patienten verspüren einen plötzlichen Schmerz in der unteren Wade und meist tritt eine Schwellung und Hämatomverfärbung (blauer Fleck) auf. Der Fuß kann zwar oftmals noch gut bewegt werden, jedoch ist der Zehenspitzenstand auf der betroffenen Seite meist nicht mehr möglich.

Außenbandruptur des oberen Sprungelenks

Behandlung:

Ein Riss der Achillessehne kann prinzipiell sowohl operativ als auch konservativ behandelt werden, wobei bei jungen Patienten eher die operative Versorgung zu empfehlen ist. Konservativ muss für 6-8 Wochen ein Unterschenkelgips getragen werden wobei hier für ein gutes Ergebnis kein Auseinanderweichen der Rissenden vorliegen darf. Dies sollte mittels Ultraschall oder MRT vor Beginn der konservativen Behandlung sichergestellt werden.

Entscheidet man sich für die Operation so erfolgt eine direkte Naht der Rissenden über einen Hautschnitt oberhalb der Ferse.

Nachbehandlung:

Nach operativer Naht muss auch hier die Heilung mittels Ruhigstellung in einem Gips, bzw. einem Spezialschuh sichergestellt werden. Nach 2 Wochen kann bereits wieder mit Belastung begonnen werden.

Eine gute Physiotherapie ist für ein zufriedenstellendes Endergebnis unverzichtbar.

Frakturen & Fehlstellungen

So kann es zum Beispiel nach einer Fraktur des Fersenbeines (Calcaneus) zur Ausbildung einer vorzeitigen Gelenkabnützung (Arthrose) in den unteren Sprunggelenken, oder zur Ausbildung eines posttraumatischen Knick- Senkfuß (Pes plano-valgum) kommen. In gleicher Weise können stattgehabte Brüche anderer wichtiger knöchernen Strukturen (Sprungbein, Kahnbein, Würfelbeine, Mittelfußknochen, oder Zehen) zur Ausbildung einer posttraumatischen Arthrose in den benachbarten Gelenken führen.

Selten kann es nach einem Bruch des Sprungbeines (Talus) auch zur Ausbildung einer Durchblutungsstörung kommen welche zu einem Absterben dieses Knochens führen kann (Talusnekrose).

Manchmal sind diese Brüche, oder Schwächungen der Sehnen bzw der Bänder auch für Fehlstellungen verantwortlich wie sie auch im Zuge degenerativer Veränderungen, oder durch konsequente Fehlbelastung auftreten können (Hallux Valgus, Krallen- oder Hammerzehen, Riss der hinteren Schienbeinsehne (tibialis posterior), (Teil-) Verrenkung der Zehengrundgelenke, etc.).

Häufig geäußerte Beschwerden sind die verminderte Belastbarkeit der betroffenen Extremität, morgendliche, oder belastungsabhängige Schmerzen und Schwellungen, oft auch die ersichtliche Fehlstellung des Fußes oder der Zehen, eine Schuhdruckproblematik mit der Ausbildung von sogenannten Hühneraugen, unterschiedliche Schuhgrößen (vor allem nach Calcaneusfrakturen), sowie Nacht- und Ruheschmerzen.

Behandlungen

Ein zentrales Anliegen der Ärzte in der Praxis ist die Früherkennung posttraumatischer bzw. degenerativer Fehlstellungen und die zeitnahe Therapieeinleitung um operative Versorgung so lange als möglich hintanzuhalten.

Mögliche nichtoperative Therapiepläne werden individuell angepasst und in Rücksprache mit dem Patienten erörtert. Durch die enge Zusammenarbeit mit den ebenfalls in der Praxis tätigen Physiotherapeuten, sowie der engen Anbindung zu dem Bandagisten und Orthopädietechniker Bständig und radiologischer Institute ist uns eine optimale und professionelle Möglichkeit gegeben nichtoperative Therapiepläne zu erstellen und diese auch in Rücksprache mit den Patienten und den Professionisten optimal anzupassen.

Erst nach der Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden konservativen Maßnahmen wird, im Rahmen eines eingehenden Aufklärungsgespräches, eine operative Versorgung empfohlen.